Telefonseelsorge in Zahlen.

Anzahl und Dauer der Gespräche

Im Jahr 2016 gingen bei der Katholischen TelefonSeelsorge Köln insgesamt 18.020 Anrufe ein. Dies entspricht etwa 1.500 Anrufe im Monat oder ca. 50 Anrufe pro Tag. In 66 % der Fälle wurden Seelsorge-/Beratungsgespräche geführt, die im Schnitt etwa 19 Minuten dauerten.

Mit einer Häufigkeit von 9 % wurden Anrufe verzeichnet, bei denen es kein ernsthaftes Gesprächs-Anliegen gab, z. B. sogenannte "Scherzanrufe" (oftmals von jugendlichen Anrufenden).

Außerdem gibt es immer wieder Menschen, die direkt wieder auflegen, nachdem ein Kontakt mit der TelefonSeeolsorge zustande gekommen ist. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren; möglicherweise fehlt der Mut über sich zu sprechen oder das Vertrauen zu der Stimme am anderen Ende der Leitung.

Häufige Themen der AnruferInnen

Zu den häufigsten Themen der AnruferInnen gehörten im Jahr 2016

  • Familiäre Beziehungen
  • Körperliches Befinden
  • Alltagsbeziehungen (Freunde, Nachbarn, etc.)
  • Depressive Stimmung
  • Ängste
  • Einsamkeit/Isolation
  • Ärger/Agression
  • Leben in Partnerschaft

Ein wichtiges und originäres Thema der TelefonSeelsorge ist die Suizidalität. In etwa 8 % der Seelsorge-/Beratungsgespräche kommt das Thema Suizidalität vor. Dabei kann es sich um Suizidgedanken, konkrete suizidale Absichten, frühere eigene Suizidversuche oder den Suizid einer anderen Person handeln.

Regelmäßig Anrufende

Bei der Katholischen TelefonSeelsorge Köln gibt es, wie bei allen anderen TelefonSeelsorge-Stellen auch, Menschen, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum anrufen und unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Etwa die Hälfte aller Anrufe, die bei der Katholischen TelefonSeelsorge Köln eingehen, kommen von Menschen, die immer wieder einmal unsere Hilfe brauchen.

Alter der Anrufenden

Etwa ein Drittel aller AnruferInnen bei der TelefonSeelsorge sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, fast die Hälfte der AnruferInnen sind in einem Alter zwischen 50 und 70 Jahre.

 Alter 2016.jpg

 

Lebensform der Anrufenden

Mehr als die Hälfte der Anrufenden bei der Telefonseelsorge lebt allein, ungefähr ein Viertel in Partnerschaft und/oder Familie. Bei 14% der AnruferInnen können wir keine Angaben zur Lebensform machen, entweder, weil sie nicht benannt wird oder weil es nicht zu einem Seelsorgegespräch kommt (z. B. bei den "Auflegern").

Lebensform 2016.jpg

 

Bundesweite Statistik

Die TelefonSeelsorge ist die meistgewählte Nummer im Feld der Telefonberatungen. Das hat eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt. Darüber hinaus gibt die Studie der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen einen detaillierten Einblick in die Arbeit der TelefonSeelsorge.

 

Screenshot 2

Hier gelangen Sie zum Abschlussbericht zur bundesweiten Datenauswertung TelefonSeelsorge 2013/2014

 

 

 

wende dein Ohr mir zu

Man ruft uns an, weil wir gelernt haben zuzuhören: konzentriert, offen und lebensbejahend. Ein Gespräch führen wir so, dass unser Gegenüber sich über seine Situation oder ein Problem klarer wird, ohne fertige Lösungen zu präsentieren. Viele fühlen sich danach ermutigt und gestärkt. Wir sind da, wenn man uns (an)ruft.

Diese und die anderen Postkarten liegen im Domforum kostenlos aus oder können Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

Katholische
Telefon­Seelsorge Köln

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